Balkonkraftwerk von Solakon: Erfahrungen & Installation

Balkonkraftwerk von Solakon

Mit dem Gedanken, ein Balkonkraftwerk zu installieren, spielte ich bereits seit der Energiekrise 2022. Damals war die Technik noch nicht vollständig ausgereift, sodass man vieles selbst planen und anpassen musste. Auch die Anmeldung bei den örtlichen Stadtwerken gestaltete sich zu dieser Zeit sehr kompliziert. In diesem Sommer kam das Thema in unserer Familie erneut auf. Bei meiner anschließenden Recherche stellte ich fest, dass sich in den letzten Jahren erfreulich viel verändert hat.

Mittlerweile gibt es Anbieter, die installationsfertige Komplettanlagen verkaufen. Das Versprechen lautet: Einfach aufhängen, anschließen und fertig! Auch die Anmeldung hat sich deutlich vereinfacht. Es gibt nun eine zentrale Stelle für die Registrierung, welche die zuständigen Stadtwerke vor Ort automatisch über die Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks informiert.

Ein smarter Stromzähler (Smart Meter) ist keine zwingende Voraussetzung mehr. Das Balkonkraftwerk kann sogar mit einem alten, analogen Stromzähler in Betrieb genommen werden. Sobald die Anmeldung erfolgt ist, steht der Netzbetreiber in der Pflicht, diesen Zähler auszutauschen. Bis dahin darf sich der alte Stromzähler sogar vorübergehend rückwärts drehen – wer hätte das gedacht!

Ich habe mich für ein Balkonkraftwerk mit 900 Watt der Firma Solakon für knapp 200 € entschieden. Der Lieferumfang umfasste zwei Solarpaneele und den Wechselrichter. Die Halterungen für die Solarpaneele sind nicht inkludiert und müssen separat erworben werden – und zwar jeweils eine pro Panel. Vorab sollte man sich gut überlegen, ob die Paneele aufgestellt oder aufgehängt werden sollen. Da ich meine Paneele am Balkongeländer befestigen wollte, bestellte ich die entsprechende universelle Balkonhalterung, die für fast jeden Balkontyp geeignet ist. Auf der Website von Solakon finden sich dazu sehr gute Anleitungen und Videos.

Ein wichtiger Hinweis: Man benötigt pro Panel ein eigenes Halterungsset! Da bei uns fast ausschließlich im Home-Office gearbeitet wird, sah ich zudem keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen Batteriespeicher. Der Wechselrichter selbst wird an der Rückseite eines der Solarpaneele verschraubt und hält dort sehr sicher.

Meine Ausgaben im Überblick:

  • Balkonkraftwerk: 199 €
  • Halterungen: 138 € (2 x 69 €)
  • Versand: 69 €
  • Schwerlastdübel: ca. 15 €
  • Gesamt: 421€

Da die Solarpaneele ein gewisses Eigengewicht haben, sollte man die Montage unbedingt zu zweit durchführen. Der Aufbau an sich war unkompliziert, nicht zuletzt dank der sehr guten Videos von Solakon.

Wichtig: Innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme muss das Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister (MaStR) angemeldet werden. Auch hierfür bietet Solakon eine verständliche Hilfestellung.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung und bin gespannt, wie viel Geld ich am Ende des Jahres tatsächlich eingespart habe.

Kommentar verfassen